Warum brauchst du einen Helm? Der Helm ist tatsächlich der einzige gesetzlich geforderte Teil deiner Schutzausrüstung, in Deutschland. Laut Gesetz muss es nur ein „geeigneter Schutzhelm“ sein, aber sonst gibt es keine genaueren Anforderungen. Unsere Nachbarn sind da schon strenger, die fordern oft eine ECE-Prüfnorm. Daher macht es absolut Sinn einen geprüften Motorradhelm zu kaufen und auch du selbst hast bestimmt große Interesse dich bestmöglichst zu Schützen. Daher werden im Fachhandel auch nur solche Helme angeboten, allerdings gibt es eine Ausnahme. Und zwar die Braincaps, für die gibt es nämlich keine ECE-Zulassung, daher werden die auch im weiteren Text nicht mehr vorkommen.
Wie soll der Helm sitzen? Damit du den für dich passenden Helm findest würde ich dir raten, einen Helm nur im Fachhandel zu kaufen, den dort bekommst du meistens eine sehr gute Beratung mit dazu. Und die ist wichtig, weil die Passform absolut entscheidenden ist. Sowohl für deine Sicherheit als auch deinen Komfort. Den nichts ist schlimmer wie ein drückender Helm und du deshalb Kopfschmerzen bekommst. Er darf sich aber nicht verdrehen oder wackeln. Zudem gibt es bei einigen Herstellern auch unterschiedlich dicke Polster, damit er so satt wie möglich anliegt. Daher nimm dir beim Helmkauf auch ruhig mehr Zeit und lass den Helm im Geschäft auch gerne 30 Minuten auf. Probiere auch ob du alle Bedienelemente mit deinen Handschuhen bedienen kannst. Den die größte Belüftung ist Sinnlos wenn du sie nicht auf oder zu bekommst.
Welche Arten von Helm gibt es? Im Grunde gibt es vier Arten, wenn man die Braincaps nicht mitzählt. Da wären die Jet-, Cross-, Intergal- und Klapphelme. Hier mal die groben Unterschiede.
Der Luftige
Der Jethelm ist sehr luftig, da er kein Kinnteil hat. Die meisten Modelle haben ein Visier das deine Augen oder dein ganzes Gesicht schützt, es gibt sie aber auch ohne. Dadurch leidet natürlich die Schutzwirkung, dafür bekommst du sehr viel Fahrwind um die Nase. Bei Motorradfahrern sind sie zwar weniger beliebt, aber Rollerfahrer greifen gern zu dieser Helmform. Da sie in der Regel auch kleiner sind als Intergalhelme, passen sie meist besser ins Helmfach. Auch sind die Geschwindigkeiten beim Roller meist etwas niedriger und dadurch ist der Fahrtwind nicht störend und auch die eher mäßige Lärmdämpfung fällt nicht so stark auf.
Der Abenteurer
Die Crosshelme haben eine sehr auffällige Form mit dem vorstehenden Kinnteil und dem markanten Schirm. Beide Teile haben ihre Funktion im Offroadbereich, das Kinnteil soll mögliche Äste aus dem Gesicht fernhalten und der Schirm ist zum Schutz gegen die Sonne. Die meisten Helme dieser Art sind ohne Visier, daher brauchst du oftmals auch noch eine Brille um deine Augen vor dem Fahrtwind zu schützen. Auch im Crosshelm ist das Windgeräusch sehr laut, zudem fängt sich sehr viel Wind am Schild. Welcher dann stark am Kopf ziehen kann, Modelle mit Visier sind hier etwas besser aber grundsätzlich ist der Komfort auf der Landstraße eher eingeschränkt.
Der Klassiker
Der Integralhelm ist die wohl bekannteste Form von Motorradhelm. Da er den Kopf komplett umschließt gibt er dir auch ein sehr hohes Sicherheitsgefühl. Bei geschlossenem Visier kommt auch kaum Fahrwind in dein Gesicht. Damit du trotzdem genug Kühlung bekommst, sind an fast allen Helmen mehrere Lüftungsöffnungen verbaut. Die Helmschalen beim Intergalhelm sind auch je nach Einsatzzweck angepasst, so gibt es Modelle die für hohe Geschwindigkeiten, mit ausgefeilter Aerodynamik, oder Touringmodelle bei denen die Geräuschdämpfung optimiert wurde. Auch gibt es beim Integralhelmen oftmals schon Vorbereitungen für Kommunikationssysteme. Manche Menschen finden allerdings den Einstieg etwas eng und wenn du eine Brille Trägst ist es oftmals nicht ganz einfach einen passenden Helm zu finden.
Der Wandelbare
Der Klapphelm löst die beiden Nachteile des Intergalhelms, da sich sein Kinnteil inklusive Visier hochklappen lässt. Sonst sind sich die beiden aber relativ ähnlich was Sicherheit, Aerodynamik und Komfort angeht. Der Klapphelm ist aber Aufgrund seines Klappmechanismus schwerer als der Intergralhelm. Ein fahren mit offenem Klapphelm, wie du es bestimmt schon mal gesehen hast, ist aber rechtlich nicht erlaubt. Außer der Helm verfügt auch über eine Jethelmzulassung, dann wird aber das Kinnteil über den gesamten Kopf geklappt und rastet dort auch ein.
Soweit die Unterschiede, allerdings gibt es auch einige Gemeinsamkeiten. Viele Helme mit Visier, haben auch eine zusätzliche Sonnenblende verbaut. Auch die Visiere selbst sind in unterschiedlichen Tönungen oder Verspiegleungen verfügbar. Achte dabei aber auf die Zulassung, die meisten ncht klaren Visiere sind mit dem Aufdruck „daytime use only“ versehen, somit solltest du damit nur bei ausreichend Tageslicht unterwegs sein. Wenn du nicht nur bei Sonnenschein unterwegs sein wirst, gibt es auch beschlagfreie Visiere (Pinlock). Bei allen Helmarten gibt es Varianten mit einen Ratschenverschluss oder dem Doppel-D-Ring. Sollte für dich die Optik nicht ganz unwichtig sein, haben die meisten Hersteller neben einfarbigen Modellen auch farbenfrohe und auffällige Dekore im Angebot Die Innenpolster sind bei ganz vielen Herausnehmbar, somit kannst du sie leicht waschen. Einige bieten sogar unterschiedlich dicke Polster an damit der Helm noch besser sitzt. Zudem gibt es auch Varianten die speziell für Brillenträger sind.
Fazit:
Es gibt auch für dich den idealen Helm, achte beim Kauf vor allem auf die Passform und die ECE-Norm. Setzte dafür auch ruhig mehrere Modelle auf und lauf damit im Laden umher. Welche Art für dich am besten passt musst du wissen, solltest du aber hauptsächlich auf der Landstraße unterwegs sein, würde ich dir zu einem geschlossenen Helm raten. Da diese meistens leiser sind und durch das Visier auch deine Augen vor dem Fahrtwind geschütztwerden. Falls du eventuell auch mal in einen Regenschauer kommen könntest oder Frühmorgens bzw. Spätabends unterwegs bist, ist ein beschlagfreies Visier auf jeden Fall die Investition wert.
